SAP und Uni Heidelberg auf der REConf
Titel des Vortrags: Nachvollziehbare Entscheidungsprozesse im Requirements Engineering durch Rationale Management
Track: Wissenschaftstrack
Level: Fortgeschrittene
Raum: PARIS
Tag und Uhrzeit: Montag, 10. März 2008, 20:30-21:15 Uhr
Inhalt: Im Requirements Engineering werden viele Entscheidungen getroffen, die für den weiteren Projektverlauf kritisch sind. Insbesondere in großen Entwicklungskontexten sind diese Entscheidungen dann für viele Beteiligte nur schwer nachvollziehbar. Dies erschwert die (Motivation für die) Umsetzung der Entscheidungen und evtl. notwendige Entscheidungsrevisionen. Durch Rationale Management können die Begründungen hinter den Entscheidungen (Rationale) offen gelegt, tansparent kommuniziert und nachhaltig gesichert werden.
Dieser Vortrag berichtet von Konzepten für die Einführung von Rationale Management bei SAP: Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen werden konkrete Anwendungsbeispiele und ihre Vor- und Nachteile erörtert. Dies betrifft z.B. das Rationale von Prozessentscheidungen wie die Einführung qualitätssichernder Inspektionen oder das Rationale bei der Anforderungspriorisierung. Die Auswirkungen dieser Rationale Einführung reichen bis in die Projektpolitik und können z.B. die Position von Requirements Ingenieuren gegenüber den technisch orientierten Entwicklungsabteilungen stärken. Zum Abschluss wird auf Aspekte eingegangen, die bei der Einführung von Rationale Management zu beachten sind.
Sprecher:
Philipp Häfele beendete seinen Master in Anwendungsorientierter Informatik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Mai 2007. Während des Studiums absolvierte er in verschiedenen Branchen und bei verschiedenen Firmen mehrere Praktika und Werkstudententätigkeiten und war am Lehrstuhl für Software Systeme an der Universität Heidelberg als wissenschaftliche Hilfskraft angestellt. Seine Masterarbeit zum Themenkomplex "Rationale Management" verfasste er bei der SAP AG.
Barbara Paech ist Professorin am Institut für Informatik der Universität Heidelberg. Bis Oktober 2003 war sie Abteilungsleiterin am Fraunhofer Institut für experimentelles Software Engineering. Ihr Forschungsbereich ist das Software Engineering, insbesondere Methoden und Prozesse, um Qualität mit angemessenem Aufwand zu erzielen. Sie ist seit vielen Jahren insbesondere auf dem Gebiet des Requirements und Quality Engineering aktiv. Mit ihrer Gruppe hat sie zahlreiche industrielle, nationale und internationale Forschungs- und Transferprojekte durchgeführt. Sie ist Sprecherin der Fachgruppe Requirements Engineering und des Fachbereichs Softwaretechnik in der Gesellschaft für Informatik.
Markus Gebhard ist diplomierter Mathematiker der Technischen Universität Darmstadt. Er arbeitet seit 1995 für die SAP AG in Walldorf (Baden). Dort begann er als Softwareentwickler und bekleidete seither verschiedene Entwicklungspositionen. Zu einem seiner größten Projekte gehört die Lokalisierung der Personaladministration und -abrechnung für die nordischen Länder Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland. Seit 2002 arbeitet er als Prozessdesigner für das SAP-weite Entwicklungsprozess-Rahmenwerk mit den Schwerpunkten Spezifikations- und Designprozess.


