Hood in Kooperation mit GfSE 10.-13. März 2008 München
7. Requirements Engineering Tagung 2008

Workshop 4

Titel des Workshops: Wie nutze ich Use Cases erfolgreich zur Anforderungsdokumentation? - Use Cases (Anwendungsfälle) im Kontext

Anspruch des Workshops: Fortgeschrittene

Datum, Uhrzeit und Teilnahmegebühr: 10. März 2008 - 9 Uhr bis 17 Uhr -
580,00 Euro zzgl. 19% MwSt. je Teilnehmer inkl. Verpflegung und Tagungsunterlagen

Inhalt: Use Cases haben sich mittlerweile im Umfeld des Anforderungsmanagement etabliert. Der Begriff "Use Case" (Anwendungsfall) hat sich jedoch seitdem sehr ausgeweitet. Zusätzlich erfordern projektspezifische Prozesse, in die Use Cases als Best Practice eingebettet sind, angepasste Use Case Beschreibungen. Daher eignet sich nicht alles, was als Use Case bezeichnet wird, um eine gute, kontextabhängige Anforderungsdokumentation zu erstellen.

Der Workshop setzt Grundkenntnisse über Use Cases voraus und führt daher nur kurz in das Thema Use Cases ein, um eine gemeinsame Basis für alle Teilnehmer zu schaffen. Dann werden die Vor- und Nachteile von einem Use Case basierten Ansatz zur Erfassung von Anforderungen erarbeitet. Aus diesen ergeben sich Empfehlungen für die Dokumentenstruktur. Diese Struktur geht über den eigentlichen Use Case hinaus. Der Use Case wird im Kontext des Domain Models und der Lebenszyklen der wichtigsten Domain Concepts (Geschäftsobjekte) beschrieben. Eine Vorgehensweise zeigt, wie diese Struktur in der Praxis umgesetzt werden kann.

Im praktischen Teil wird anhand eines Beispiels und unter Einbindung der Erfahrungen der Workshop-Teilnehmer ein Use Case sowie ergänzende Dokumentation erstellt. Diese geschieht in Stufen, ausgehend von einem durch die Teilnehmer zu kritisierenden Use Case. Dieser wird von den Teilnehmern bewertet und im Laufe des Workshops überarbeitet und in einem virtuellen Projektkontext in eine geeignetere Use Case Beschreibung überführt.
Im Abschluss werden noch einige Herausforderungen diskutiert, die einen im "Use Case Alltag" erwarten. Das reicht von Änderungsmanagement, Herausforderungen der Toolintegration bis hin zur Traceability.

Fazit: Use Cases stellen ein etabliertes Mittel dar, um Anforderungen zu erfassen. Integrierte, an-passbare und änderungsfreundliche Use Case Beschreibungen erstellt man jedoch nur, wenn man bestimmte Regeln in seinem Projekt befolgt.

Der Referent:

Thomas Behrens ist CTO and leitet den Bereich Anforderungsmanagement für Alpheus (www.alpheus.com). Mit Use Cases (Anwendungsfällen) beschäftigt sich Herr Behrens seit Mitte der 90er Jahre. Seitdem hat er mehre große Projekte im Bereich Anforderungsmanagement im Umfeld der Mobilkommunikation und des Investment Banking aufgesetzt und geleitet. Neben der Ausführung von Tätigkeiten im Requirements Engineering hat er auch Unternehmen in der Etablierung von Prozessen und Teams im Bereich Requirements Engineering beraten und diese durch Training und Mentoring begleitet. Seit seinem Abschluss als Diplom-Informatiker hat Herr Behrens mehr als 17 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Rollen in der Softwareentwicklung gesammelt.

Vortragsweise:

Vortrag (ca. 35%) mit Gruppendiskussion und praktischen Übungen (ca. 65%).

Agenda des Workshops:

09:00 - 09:30

Begrüßung - Kennenlernen - Inhalte

09:30 - 10:00

Use Cases: Einführung - Wann und Wann nicht?

10:00 - 10:45

Einführung in das Beispiel -
mit Gruppenübung: Was stimmt hier nicht?

10:45 - 11:00

Pause

11:00 - 11:45

Use Case im Kontext - Eine geeignete Struktur

11:45 - 12:30

Übung: Erstellen des Use Case Modells

12:30 - 13:30

Mittagspause

13:30 - 14:15

Use Case im Kontext - Eine geeignete Vorgehensweise

14:15 - 15:00

Übung: Erstellen des Use Case - Übersicht

15:00 - 15:15

Pause

15:15 - 16:15

Übung: Erstellen des Use Case - Die Details

16:15 - 16:45

Herausforderungen im "Use Case Alltag"
(Vortrag mit aktivem, gemeinsamen Austausch)

16:45 - 17:00

Verabschiedung

 Änderungen vorbehalten.

Wer an dem Workshop teilnehmen sollte:

  • Personen, die mit dem Erfassen, Organisieren und Dokumentieren, von Anforderungen mit einem "Use Case orientierten" Ansatz beschäftigt sind oder diesen umsetzen müssen.
  • Personen, die ihre bestehenden Fertigkeiten in der Erstellung von Use Cases verbessern möchten.

Lernziele des Workshops:

  • Kenntnisse der Bestandteile einer vollständigen und wartbaren Use-Case Dokumentation.
  • Verständnis des Lebenszyklus eines Use Cases und seiner Beschreibung in den verschiedenen Zuständen
  • Erstellen einer detaillierten und wartbaren Use Case Beschreibung
  • Grundfertigkeiten in der richtigen Strukturierung des Use Case Models.
  • Kenntnis der Auswahlkriterien für Use Cases als geeignete Beschreibungsform von Anforderungen.

Welche Voraussetzungen der Teilnehmer mitbringen muss:

  • Grundkenntnisse über Use Cases – entweder durch erste eigene Erfahrungen oder theoretisch erworben.
  • Grundkenntnisse in der UML.

Literaturreferenzen werden auch gerne vom Referenten vorab zur Verfügung gestellt.