Hood in Kooperation mit GfSE 10.-13. März 2008 München
7. Requirements Engineering Tagung 2008

Workshop 8

Titel des Workshops: Systematische Produktlinienentwicklung von Anfang an - Aufbau und systematische Verbesserung der Produktlinienentwicklung mit Hilfe des Families Evaluation Frameworks und systematischem Anforderungsmanagement

Anspruch des Workshops: Fortgeschrittene

Datum, Uhrzeit und Teilnahmegebühr: 13. März 2008 - 9 Uhr bis 17 Uhr -
580,00 Euro zzgl. 19% MwSt. je Teilnehmer incl. Verpflegung und Tagungsunterlagen

Inhalt: Sehr viele Unternehmen sind in der Situation, dass sie Varianten von Systemen entwickeln müssen; entweder für verschiedene Kunden oder für unterschiedliche Marktsegmente. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass darin auch eine Chance für systematische Wiederverwendung liegt, die zu ex-tremen Verbesserungen in Bezug auf Kosten und Qualität führen kann.

Im Rahmen dieses Workshops wird das Families Evaluation Framework (FEF) eingeführt. Dieses Modell dient der Bewertung und Verbesserung der Produktlinienreife einer Organisation. Im Gegensatz zu klassischen Prozessreifemodellen wie CMM oder SPICE betont das FEF auch die geschäftliche und organisatorische Dimension der Produktlinienentwicklung. Beide Aspekte haben unmittelbare Wechselwirkung mit dem Anforderungsmanagement. Daher werden im Rahmen des Workshops die Grundlagen des Anforderungsmanagements für Produktlinien dargestellt und entsprechende Techniken besprochen.

Der Workshop legt Wert auf die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen. Daher wird erwartet, dass Teilnehmer eigene Fragestellungen zur praktischen Einführung von Produktlinienentwicklung mitbringen, die im Rahmen des Workshops erörtert werden können.

Die Referenten:

Prof. Dr. Klaus Schmid beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit den Themen Requirements Engineering und Softwareproduktlinienentwicklung. Dabei beschäftigte er sich neben den technischen Fragen der Spezifikation dieser Systeme insbesondere auch mit Fragen des Managements und den wirtschaftlichen Aspekten von Produktlinienentwicklung. Im Rahmen seiner Tätigkeit war er neben verschiedenen Forschungsprojekten ebenfalls in die Einführung von Produktlinien in verschiedene Unternehmen involviert.

Dr. Holger Eichelberger studierte an der Universität Würzburg und beendete dort sein Studium mit einem Diplom in Informatik. Anschließend promovierte er in Würzburg über Fragestellungen der graphischen Darstellung von UML Modellen. Seit 2005 arbeitet in der Arbeitsgruppe Software Systems Engineering an Fragestellungen der Produktlinienentwicklung, wie bspw. der Evolution von Produktlinien und der Realisierung von Variabilitätsmechanismen.

Vortragsweise: Der Workshop erhält die inhaltliche Fundierung durch einen fachlichen Vortrag zum Thema FEF und Anforderungsmanagement. Um eine möglichst hohe Interaktivität zu gewährleisten, werden die Erfahrungen, Wünsche und Situationen der Teilnehmer in Bezug auf Produktlinienentwicklung und Anforderungsmanagement abgefragt.

Diese Situationen bilden dann die Basis für die weitere Erläuterungen der verschiedenen Reifegradstufen. Ziel ist dabei eine gemeinsame Erarbeitung des Themas zu gewährleisten und jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben, die Inhalte des Workshops explizit auf die eigene Situation anzuwenden.

Agenda des Workshops: 

09:00 -09:20

Vorstellung der Teilnehmer (Kurz)

09:20 - 10:10

Einführung in das Thema (Grundkonzepte der Produktlinienentwicklung, der Reifegrad-modellierung und des Anforderungsmanagements für Produktlinien)

10:10 - 10:30

Besprechung von Produktliniensituationen der Teilnehmer

10:30 - 10:45

Pause

10:45 - 12:30

Gemeinsame Erarbeitung der verschiedenen Reifegrade der Produktlinienentwicklung und Anwendung auf die Teilnehmersituationen

12:30 - 14:00

Mittagspause

14:00 - 15:30

Auswirkungen der Produktlinienentwicklung auf das Anforderungsmanagement
 inkl. Diskussion der Teilnehmersituationen und -herausforderungen

15:30 - 15:45

Pause

15:45 - 17:00

Diskussion offener Punkte und Fragestellungen der Teilnehmer zum Bereich Produktlinien und Anforderungsmanagement

Wer an dem Workshop teilnehmen sollte:

  • Teilnehmer (Industrie und Forschung) mit Interesse an dem Families Evaluation Framework
  • Industrieteilnehmer mit Verantwortung im Bereich Requirementsmanagement in einer Multi-Projektsituation
  • Industrieteilnehmer mit Interesse an Produktlinienentwicklung
  • Industrieteilnehmer die in einem Produktlinienkontext arbeiten

Welche Voraussetzungen der Teilnehmer mitbringen muss:

  • Grundkenntnisse Anforderungsmanagement
  • Grundkenntnisse Produktlinienentwicklung

Lernziele des Workshops:

  • Die Teilnehmer sind in der Lage Ihre eigene Situation relativ zum FEF einzuordnen
  • Die Teilnehmer kennen die Grundlagen des Anforderungsmanagements für Produktlinien
  • Die Teilnehmer sind in der Lage das Anforderungsmanagement für Produktlinien (Variantenmanagement) zumindest für einfache Probleme durchzuführen
  • Die Teilnehmer kennen die wesentlichen Wechselwirkungen zwischen Produktlinienentwicklung (technisch) und Produktmanagement (wirtschaftlich) und die Auswirkungen auf das Anforderungsmanagement

Was die Teilnehmer des Workshops an Equipment mitbringen müssen:

Kein Equipment – eigene Fragen, Probleme und Ideen.